Warum Standbilder täuschen können – und was sie nicht über die Gesundheit aussagen
- Wanakon_gsd
- 6. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Auf vielen Fotos sieht man Deutsche Schäferhunde in unterschiedlichen Standpositionen. Für Menschen, die wenig Berührungspunkte mit Zucht oder Ausstellung haben, wirkt es oft so, als wäre der Rücken des Hundes stark abfallend oder sogar „krank“. Häufig entsteht dabei der Eindruck, der Hund könne so nicht richtig laufen oder habe automatisch Hüftdysplasie (HD).
Das ist ein weitverbreiteter Irrtum.
Wie ein Hund auf einem Foto wirkt, hängt maßgeblich davon ab, wie er gestellt wird. Schon kleine Veränderungen in der Position der Hinterhand, der Gewichtsverlagerung oder der Kopfhaltung können den optischen Eindruck des Rückens und der Winkelung deutlich verändern.
Das gezeigte Bild verdeutlicht sehr anschaulich, wie stark ein und derselbe Hund – bei identischem Körperbau – je nach Stand anders aussieht.
Ein Standbild zeigt keine Bewegung, keine Belastung und keine Funktion. Es sagt nichts darüber aus, wie sich ein Hund im Alltag bewegt, wie leistungsfähig er ist oder wie gesund seine Gelenke tatsächlich sind.
Natürlich gibt es Schäferhunde, die übertrieben gewinkelt gezüchtet wurden – das ist unbestritten. Das entspricht jedoch nicht meinem Anspruch.
Mein Ziel ist es, gesunde, sportliche und belastbare Hunde zu züchten, die sich frei, kraftvoll und harmonisch bewegen können. Gesundheit, Funktionalität und Wohlbefinden stehen für mich an erster Stelle.
Ebenso wichtig zu wissen:
Ob ein Hund HD hat, lässt sich nicht am äußeren Erscheinungsbild erkennen.
Wäre das möglich, könnten wir uns alle die aufwendigen und kostenintensiven Röntgenuntersuchungen sparen. Eine seriöse HD-Beurteilung ist nur durch entsprechende tierärztliche Diagnostik möglich – nicht durch Fotos oder Momentaufnahmen.
Dieses Beispiel soll zeigen:
• Fotos können täuschen.
• Die Stellung macht den Unterschied.
• Gesundheit beurteilt man nicht nach einem Standbild, sondern nach Fakten.



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